Ich hasse Abschiede…

Gut, damit bin ich ganz sicher nicht allein aber deswegen sage ich es trotzdem noch mal: ICH HASSE ABSCHIEDE! Und in den letzten Wochen konnte ich das gleich wieder mehrmals feststellen. Irgendwie ist es in meinem Freundeskreis Mode, im Herbst, Deutschland den Rücken zu kehren. Gleich 3 meiner Lieben haben sich in den letzten Wochen verkrümelt, Tränenanzahl steigend. Vor ein paar Wochen hat sich eine ganz liebe und enge Freundin von mir nach Großbritannien auf gemacht. Wir sehen uns leider nicht so oft wie wir gern würden, da wir an unterschiedlichen Orten studieren. Trotzdem war es blöd ihr „bye bye“ zu sagen. Es ging aber zum Glück ganz schnell, weil ich die Abschiedsrunde, wegen der Arbeit, als Erste verlassen musste. Da die anderen noch ausgelassen waren, kam die große Abschiedsstimmung nicht auf. Im Auto habe ich dann aber schon feuchte Augen gehabt. Bei meiner Besten, die vor 2 Wochen, ebenfalls nach Großbritannien (aber natürlich eine ganz andere Ecke) aufgebrochen ist, war es dann schon schwerer. Nach einer gelungenen Abschiedsparty und einem letzten langen Gespräch auf der Heimfahrt war es dann für uns beide nicht leicht „tschüss“ zu sagen. Da sind dann bei mir auch ein paar Tränen geflossen. Der Höhepunkt traf mich dann letzte Woche. Nach einem letzten Wochenende zu zweit saß ich völlig verheult an einem Bahnsteig, wie ihr ihn header sehen könnt. Bei meinen Mädels konnte ich mich ja noch soweit zusammen reißen, dass ich erst richtig sentimental wurde, als ich allein war. Bei meinem Freund ging das einfach nicht. Ich habe nicht geheult wie ein Schlosshund, aber die Tränen liefen schon immer wieder. Das Bild des wegfahrenden Zuges, der ihn mir nimmt, und die Tatsache, dass das Teil (natürlich) Verspätung hatte und die ganze Sache so noch quälend herausgezögert hatte waren einfach zu viel für meine Selbstbeherrschung. Ich hab natürlich versuch das Ganze so gut es geht zu verbergen, Tränen wegblinzeln, Haare vor das Gesicht, tieeef Luftholen, nicht sprechen um die brüchige Stimme nicht preiszugeben… Das half aber leider nicht lange und er hatte mich schnell durchschaut. Meine Tränen haben es für ihn natürlich nicht besser gemacht und so waren wir schnell in einem Strudel aus „einander trösten“ und „traurig sein, dass der andere so traurig ist“ So richtig ablenken konnten wir uns auch nicht. Lustige Themen wollten uns nicht einfallen und wenn doch, dann hatten sie irgendwie ihren Witz verloren. Irgendwann kam dann auch der böse Zug. Noch ein Mal fest umarmen, ein Mal küssen, ein paar liebe Worte gehaucht und dann ist er eingestiegen. Ich hab mich einfach wieder auf die leere Bank gesetzt und ihn durchs Fenster angesehen, gewunken. Und dann… fuhr der Zug nicht LOS! Ich dachte ich spinne! Er blieb einfach im Bahnhof stehen! Das war die reinste Folter! Da waren wir nun, nur ein paar Meter und ein Fester zwischen uns und nichts tat sich. Bei genauerem Hinsehen wurde mir dann klar warum der Zug nicht fuhr. Da war ein Pärchen, das an der einzigen noch offenen Tür stand (er drinnen, sie draußen) und sich, jedes Mal wenn die Tür sich schließen wollte, ein Bussi gab und so dafür sorgen das die Tür wieder auf ging… Die schien es auch gar nicht zu stören das die Türen sich irgendwann alle paar Sekunden schließen wollten… Ja klar ich konnte gut verstehen, dass die Beiden sich nicht trennen konnten und wollten aber für mich machten sie damit alles nur noch schlimmer. Nach einiger Zeit ( „gefühlt sicher 10 Minuten), haben sie sich dann von einander gelöst und der Zug verließ den Bahnhof. Eine Mischung aus Erleichterung, dass diese Situation, vor der ich mich schon seit Wochen gefürchtet hatte, endlich vorbei war, und dem Gefühl allein gelassen worden zu sein, machte sich bei mir breit. Ich blieb so lange auf dem Bahnsteig, dass ich fast meinen eigenen Zug verpasst hätte. (Nur fast, er hatte auch Verspätung, da hab ich ihn locker noch bekommen.) Ja ja ich weiß, ich hab gar keinen Grund mich zu beklagen, mit dem heutigen Stand der Technik hat man ja ganz anderen Möglichkeiten in Kontakt zu bleiben als noch unsere Eltern und Großeltern. Aber das hat auch so seine Tücken. Dazu aber an anderer Stelle mehr. Träumt süß!

30.9.13 09:12, kommentieren

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Sommerfrust

Der Sommer ist ja für viele die schönste Zeit des Jahres, es ist warm man kann viel mehr draußen unternehmen und so gut wie jeder hat Ferien, vorlesungsfreie Zeit oder zumindest ein paar Wochen Urlaub. Leider aber eben nur fast jeder. Mein Studium sieht in dieser Zeit in §- monatiges Praktikum vor. Diese 11 Wochen sind genau der Zeitraum von meinem letzten Uni-Tag bis wieder zum ersten Tag, an dem die Uni anfängt. Das ist ja an sich schon nicht so toll, da ich bis auf die Wochenenden und 4 Tage Urlaub den ganzen Sommer mit Arbeiten verbringen konnte. Das Praktikum macht zwar Spaß, kommt aber zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, da mein Freund nun mit seinem Studium fertig ist und den Sommer recht viel Zeit hatte. Wo dann mein Problem liegt? Tja ganz einfach. In meiner Studienstadt habe ich keine interessante Stelle gefunden. Deswegen bin ich wieder in meine Heimat, eine süße Kleinstadt, die nicht gerade viel zu bieten hat, gegangen. Praktischerweise konnte ich für die Zeit wieder in mein Kinderzimmer einziehen. Das ist zwar schon sehr komisch, wenn man es gewöhnt ist eine eigene Wohnung zu haben, aber es günstig und bei der Familie zu sein ist ja auch was Schönes. Für eine kuschelige Zeit zu zweit eignet sich das natürlich nicht. Mein Freund und meine Eltern verstehen sich gut aber wir sind noch nicht so lange zusammen um gleich wochenlang auf big family zu machen, und das möchte ich auch gar nicht. Es gäbe auch nicht viel das er tun könnte wenn ich arbeiten bin… Deswegen haben sich die Besuche auf ein paar Wochenenden beschränkt. Das war eigentlich ganz ok, auch wenn die ganzen turtelnden Paare auf der Straße und unzähligen facebook liebenurlaubsfotos schon hat waren. Wirklich schlimm aber ist die Tatsache, dass mein Freund vor ein paar Tagen ein 3-monatiges Praktikum im Ausland begonnen hat und aus unserer Unistadt gezogen ist. Wenn mein Praktikum endet beginnt seins. Schlechteres timing ging nicht! Das hat es noch viel bitterer gemacht, dass wir uns in Sommer nur eine Hand voll Tage gesehen haben. Ich habe mich nicht nur einmal gefragt, ob ich das Praktikum nicht hätte teilen sollen, um so mehr Zeit mit ihm verbringen zu können. Das wär zwar möglich gewesen, ist aber nicht sehr empfehlenswert, da viele Eirichtungen 3 Monate als Minimum fordern und für den Einblick in die Arbeit ist es natürlich auch viel besser, das sieht zum Glück auch mein Freund so und unterstützt meine Entscheidung. Außerdem habe ich es jetzt weg, das ist auch ganz nett. Ich hoffe wirklich, dass ich das nicht noch bereue… Aber das wird nur die Zeit Zeigen… Träumt süß!

29.9.13 22:48, kommentieren