Skype. Fluch oder Segen?

Ich habe ja schon mal erwähnt, dass die Technik es erheblich erleichtert in Kontakt zu bleiben, auch über weite Entfernungen. Eine der wohl bekanntesten und beliebtesten Wegen ist die Videotelefonie über Skype. Das Programm drängt sich einem förmlich auf, da es auf vielen neuen Laptops und Tablets schon vorinstalliert ist und auch Facebook bietet in seinem Chatbereich eine Videochatfunktion in Kooperation mit Skype an. Es ist ja auch eine tolle Sache, wenn man damit umgehen kann… und es klappt. Für mich war klar, dass wir Skype nutzen sollten wenn wir uns länger nicht sehen. Mein Freund war da nicht so begeistert und da er mich kostenlos anrufen konnte, blieb es deim Telefoniereni. Das war schon manchmal echt hart, gerade wenn man abends im Bett liegt und dann den Anderen nur hört. Jetzt wo er im Ausland ist und das Telefonieren wegfällt sind wir dann doch umgestiegen… Und nun weiß ich auch warum er sich immer dagegen gesträubt hat. Es ist noch mal was ganz Anderes, wenn du deinen Partner hörst UND siehst und ihn trotzdem nicht erreichen kannst. Darüber sollte man sich im Klaren sein. In dem Moment ist es ja schön, denn so sieht man die Reaktion des anderen, sein Lachen. Aber wenn der PC aus ist, ist bei mir zumindest die Sehnsucht nur noch größer. Mit fällt es da noch ein mal viel viel schwerer ein Ende zu finden... schon wenn er dann traurig schaut... Außerdem muss der Spaß auch funktionieren. Gut die Chatfunktion geht und auch Anrufen ist kein Problem, aber wenn man auch ein Bild will, dann kann das schon eine Herausforderung sein! Wenn die Internetverbindung nicht gut ist stellt sich das Bild einfach von selbst ab. Das ist echt frustrierend… Mein Tipp wenn es einfach nicht will: Nutzt die Facebookversion. Die Qualität ist nicht so gut, sie ist aber auch weniger anspruchsvoll und funktioniert deswegen noch wenn das Original schon aufgibt. Ich hoffe wir gewöhnen uns noch an das „sehen ohne da zu sein“. Sonst bleibt uns ja zum Glück noch die Möglichkeit wieder nur auf den Internetanruf umzusteigen. Träumt süß!

30.9.13 20:19, kommentieren

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Ich bleib ich und du bleibst du

In meinen letzten Einträgen habe ich ja viel gejammert und meinem Frust Luft gemacht. Es gibt aber natürlich auch durchaus Vorteile an so einer Teilzeitbeziehung. Der Erste liegt klar auf der Hand: Man hat viele Freiräume und muss sein Leben nicht übermäßig anpassen. Dabei bleiben Hobbies und Freunde nur selten auf der Strecke. Etwas, dass ich von den Meisten meiner Freunde nicht kenne, die sich recht schnell optisch und auch in ihren Aussagen dem Partner angepasst haben. Und Treffen mussten auch Wochen vorher geplant werden, damit man den DVD-Abend mit Schatzi noch umlegen konnte. Man hört es sicher raus, ich fand das immer blöd. Ich hab echt Verständnis dafür, dass man gerade am Anfang einer Beziehung den Anderen nur um sich haben will. Logischerweise muss diese Zeit dann erst mal aufgebracht werden bzw. woanders gekürzt. Aber seine Freunde ganz vergessen sollte man dabei nicht! Es tut meiner Meinung der Beziehung auch gut Dinge getrennt zu machen, so hat man sich danach mehr zu erzählen und bleibt der Mensch in den sich der Andere verliebt hat, anstatt ein Einheitsklumpen zu werden. Und mal ehrlich, es gibt ja auch Dinge, da will man den Freund gar nicht dabei haben! Mir geht das zumindest so. Denn bei einem ausgelassenen Abend unter Frauen wäre mein Freund nur das 5 Rad. Er würde sich nicht wohlfühlen und wir könnten nicht ungezwungen sein. (Das sehen natürlich nicht alle so, ich denke Jeder kennt Paare die auch zu solchen Abenden im Doppelpack kommen und die ganze Sache so, ohne es zu merken oder es sie interessiert, sprengen) Vielleicht liegt es daran, dass wir nicht so viel Zeit haben, und diese dann auch schlicht nicht noch mit anderen Teilen wollen. Ich bin in jedem Fall froh, dass ich auch spontan in Kino kann, ohne dass ich mich an- und abmelden muss. Wir sind trotz Beziehung noch Individuen geblieben, die auf Fragen wie „Wie geht es DIR? Was machst DU morgen?“ nicht mit „UNS geht es gut. WIR gehen essen.“ Antworten und darüber bin ich heil froh. Auch wenn es natürlich schade ist, das zu Hause Niemand wartet… Träumt süß!

30.9.13 10:52, kommentieren